Gesunde Zähne - durch richtige Ernährung

Bei jungen Kaninchen stehen die Zähne zunächst gerade und sind weiß, beim älteren Tier werden die Zähne 

 

gelblich und "kippen" langsam im Oberkiefer nach außen Richtung Wangenschleimhaut und im Unterkiefer nach innen Richtung Zungenkörper.


Das erwachsene Kaninchen hat insgesamt 28 Zähne davon:


Im Oberkiefer
2 Schneidezähne und 2 dahinterliegende, stiftförmige "2-te Schneidezähne" und dann auf jeder Seite 6 Backenzähne und
im Unterkiefer
2 einfache Schneidezähne und auf jeder Seite 5 Backenzähne.

Alle Zähne haben ein lebenslanges Längenwachstum - das ist das Besondere am Kaninchengebiss.
Die Zähne bilden keine geschlossene Wurzelspitze und werden auch als wurzellose Zähne bezeichnet. Schneidezähne könnten bis zu 100 cm pro Jahr wachsen, wenn sie sich nicht durch Zahnfehlstellungen abnutzen würden. Normalerweise wachsen die Zähne 1 - 3 mm pro Woche. ZungeVerletzungen der Zunge, die äußerst schmerzhaft sind und die Futteraufnahme verhindern und zu erheblichem Gewichtsverlust führen, werden häufig durch die Backenzähne verursacht. Ursache ist das starke Wachstum und das Kippen der Zahnreihe.

schneidez langWas können Sie als besorgter Kaninchenbesitzer dagegen tun?
Die beste Vorsorge erreichen Sie durch richtige Ernährung mit:
Heu, Heu und nochmals Heu !!!
Frischfutter 2-mal täglich (verschiedene Kräuter, Löwenzahn und Gemüse wie z.B. Möhren,Salate, mäßig Obst)
Pelletiertes Alleinfutter täglich maximal 1 Esslöffel pro kg Körpergewicht
Getreideprodukte nur gelegentlich und nur in ganz kleinen Mengen und
frisches Wasser aus einem durchsichtigen Wasserspender.

Mit der richtigen Ernährung sorgen Sie dafür, dass die ständig wachsenden Zähne durch Abrieb kurz gehalten werden. Heu und Grünfutter mit ihren rohfaserreichen Bestandteilen sorgen dafür, dass durch täglich mehrstündiges Kauen der Zahnabrieb sichergestellt wird.
Getreide und Getreideprodukte werden zwar vom Kaninchen sehr gerne gefressen, da diese Getreideprodukte jedoch sehr energiedicht sind, wird das Kanichen schneller satt , kaut insgesamt weniger und zusätzlich wird die Darmflora sehr negativ beeinflusst und es kommt gehäuft zu Verdauungsstörungen.

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